Von Arnstadt aus versorgt Vivisol Patienten in ganz Deutschland mit Sauerstoff und Beatmungsgeräten
Guido Werner/TEAG

Wie die Luft zum Atmen

Weichen für weiteres Wachstum gestellt

Von Arnstadt aus versorgt Vivisol Patienten in ganz Deutschland mit Sauerstoff und Beatmungsgeräten – bei der Energieversorgung setzt das Unternehmen auf die Hilfe der KomSolar.

Zwischen 10.000 und 20.000 Liter Luft atmet ein Mensch im Durchschnitt jeden Tag ein und aus, dabei verschwendet kaum jemand einen Gedanken an diesen alltäglichen Vorgang. Ganz anders ist das bei Patienten mit Lungenschäden: Laut Pneumologenverband sind rund 1–2 Prozent der Deutschen auf die zusätzliche Gabe von Sauerstoff angewiesen. Die Lebensqualität dieser Patienten zu verbessern, ist eines der Ziele von Vivisol: Von Arnstadt aus versorgt das Unternehmen Menschen in ganz Deutschland mit dem lebenswichtigen Gas – und bietet neben Lösungen für Menschen mit Schlafapnoe auch Beatmungsgeräte und sogenannte Sauerstoffkonzentratoren, die Sauerstoff aus der Luft filtern können.

400.000 Liter Sauerstoff – pro Woche

Vivisol aus Arnstadt
Guido Werner/TEAG

In der brandneuen Werkshalle in Arnstadt sind die Geräte, die das Herzstück der Dienstleistungen von Vivisol bilden, in langen Reihen zur Inspektion aufgestellt: Die 45 Liter fassenden Tanks, die auf den ersten Blick wie futuristische Milchkannen wirken, fallen jedem Besucher als Erstes ins Auge. „Einfach ausgedrückt handelt es sich dabei um High-Tech-Thermosbehälter“, erklärt Prokurist Armin Käsbohrer an einem Modell im Beratungsraum des Unternehmens. Geschützt von einer Isolierschicht und einem Vakuum-Zwischenraum enthalten die Gefäße auf minus 180 Grad gekühlten, flüssigen Sauerstoff. Dadurch können die Behälter mehr als viermal so viel Sauerstoff aufnehmen, als die bekannten Druckflaschen – und sind dabei deutlich sicherer, weil im Inneren lediglich ein Druck von etwa 1,6 bar herrscht. Eine weitere Kühlung ist wegen der Isolierung nicht nötig. Die Behälter gibt es je nach Bedarf in vielen unterschiedlichen Größen. Vivisol stellt nicht nur die Behälter, sondern füllt diese beim Kunden auch in den notwendigen Zeitspannen wieder auf und übernimmt die Wartung. Den Sauerstoff bezieht das Unternehmen von seinem Mutterkonzern Sol aus Italien. Rund 400.000 Liter Flüssigsauerstoff gehen jede Woche an die insgesamt 80.000 Kunden im gesamten Bundesgebiet.

Weichen für weiteres Wachstum gestellt

Im Gewerbegebiet Erfurter Kreuz nahe Arnstadt ist Vivisol seit 2018 ansässig. Insgesamt 160 Mitarbeiter sind am Standort tätig, darunter sechs Auszubildende. Im März 2022 wurde zusätzlich zum bestehenden Verwaltungsgebäude die neue Werkshalle fertiggestellt. „Wir haben nun auf absehbare Zeit genug Platz zum Wachsen – und können unseren Mitarbeitern deutlich attraktivere Arbeitsbedingungen bieten“, sagt Armin Käsbohrer. Zur Energieversorgung wird demnächst eine Photovoltaikanlage beitragen, die in Zusammenarbeit mit der TEAG-Tochter KomSolar konzipiert und installiert wird. „Wegen der weiten Strecken und dem Gewicht der Gase gibt es derzeit keine Möglichkeit, unsere Logistik auf E-Mobilität umzustellen“, erklärt Armin Käsbohrer. „Daher war es uns wichtig, zumindest die Energieversorgung hier an unserem Standort umweltfreundlich und effizient aufzustellen.“ Mit der 135 kWp-Anlage soll künftig der gesamte Energiebedarf vor Ort gedeckt werden. „Die Mitarbeiter der KomSolar sind auf all unsere Wünsche eingegangen, die Zusammenarbeit war sehr gut.“ Wenn alles nach Plan läuft, soll die Anlage Ende Mai installiert werden. Größte Ungewissheit sind die Lieferengpässe, die derzeit fast alle Branchen umtreiben.

KomSolar unterstützt Industrie, Gewerbe und Kommunen

Vivisol aus Arnstadt
Guido Werner/TEAG

Grundsätzlich sei die Nachfrage nach dem Einsatz von Solarenergie durch Unternehmen in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, erklärt KomSolar-Projektleiterin Anja Taubenrauch. Neben der Kostenersparnis stünden die Themen klimaneutrales Bauen und CO2-Bepreisung im Fokus. Aber auch eine unabhängige und sichere Erzeugung von Energie und die Kalkulierbarkeit von Energiekosten spielten gerade in jüngster Zeit eine immer wichtigere Rolle. Zielgruppe seien in erster Linie Großprojekte ab einer Leistung von 100 kWp, für die die KomSolar ihren Kunden ein Rundum-Sorglos-Paket anbietet – von der Erstberatung über die Projektplanung und den Bau bis zur späteren Betriebsführung und Direktvermarktung. Auch die Hilfe bei der Suche nach Fördermöglichkeiten spielen dabei natürlich eine Rolle.

Individuelle Lösungen für jede Branche

„Gemeinsam mit den Firmen werden der individuelle Energiebedarf ermittelt und maßgeschneiderte Lösungen entwickelt – wie etwa der Einsatz von Speicherlösungen, wenn Unternehmen hohe Spitzenlasten benötigten“, erklärt Anja Taubenrauch. Für Firmen, die mit den Kosten einer eigenen Solaranlage überfordert sind, bietet KomSolar auch Alternativen an. So können Unternehmen ihre Dachflächen für den Bau einer Photovoltaikanlage an KomSolar verpachten und erhalten dafür im Gegenzug Vergünstigungen beim Strompreis. Bereits jetzt sei abzusehen, dass auch in Thüringen in den kommenden Jahren die Pflicht zur Umsetzung erneuerbarer Energien bei gewerblichen Neubauten eingeführt werde. „Viele Firmen erkundigen sich deshalb bereits jetzt nach Möglichkeiten und Kosten, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein.“

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