BUGA
egapark GmbH/Steve Bauerschmidt

Thüringer Gartenpracht

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die BUGA 2021!

Wenn die BUGA 2021 im April in Erfurt ihre Tore öffnet, blüht der gesamte Freistaat auf. An insgesamt 171 Tagen zeigt der Freistaat, was er an Blumenpracht zu bieten hat.

Nicht nur der Petersberg und der Egapark in Erfurt erstrahlen im neuen Glanz, sondern auch an den 25 Außenstandorten in ganz Thüringen, laden die Garten- und Parkanlagen zum Verweilen ein. Verschaffen Sie sich einen Überblick!

Quicklink

Schloss Altenstein
Schloss- und Parkverwaltung Altenstein

Florale Teppichkunst bestaunen

Um die Jahrhundertwende groß in Mode, haben sich die besonderen Teppichbeete im Schlosspark Altenstein bis heute durchgesetzt. „Hauptsächlich bestehen sie aus Blattbepflanzungen, die ihre Wirkung über die Blattfärbungen entfalten und nicht über die Blüten“, erzählt die Zierpflanzengärtnermeisterin Margret Most. Bereits seit 19 Jahren kümmert sie sich um die Bepflanzung des Innenparks der insgesamt 160 Hektar großen Anlage – eine der größten historischen Parkanlagen Thüringens. „Natürlich haben wir auch klassische Blumenbeete wie die Knoten- oder Rundbeete mit blühenden Schmuckpflanzen“, ergänzt Margret Most. „Sie wirken immer im Zusammenspiel mit unseren zahlreichen Skulpturen.“ Woher das Teppichbeet seinen Namen hat, verrät der Aussichtspunkt des Parks, der neben dem Blick auf das Werratal auch das Teppichmuster des Beetes erkennen lässt.

Schlosspark Kochberg
BUGA Erfurt 2021

Theaterkunst und Gartenkultur erleben

„Meine Seele sucht dich in Kochberg und eilt oft zu dir hinüber“ – schrieb Goethe 1785 an seine Geliebte Charlotte von Stein. Zwischen 1775 und 1788 soll er sie häufig auf ihrem Landsitz, dem Schloss Kochberg, besucht haben. Ob sie bei seinen Besuchen gemeinsam durch den anliegenden Schlosspark spaziert sind? Bestimmt! Auch heute noch lädt der etwa sechs Hektar große Landschaftsgarten zum Flanieren ein: Vorbei an prachtvollen Bäumen und einem kleinen Badeteich gibt es einen farbenfrohen Blumengarten mit sogenanntem Blumentheater zu erkunden. Doch nicht nur den Gartenprachten bietet das Schlossgelände eine Bühne: Das Liebhabertheater ist seit 1800 fester Bestandteil des Schlosses. Dort lassen Opern- und Theaterauführungen die (Kunst- Liebhaberherzen höher schlagen.

BUGA-Außenstandorte auf einen Blick:

Bundesgartenschau 2021 in Erfurt
TEAG
Domburger Schlossgärten
BUGA Erfurt 2021

Aussicht vom Balkon Thüringens genießen

Wer durch die Dornburger Schlossgärten spaziert, begibt sich auf eine Zeitreise durch die Epochen. Das Alte Schloss wurde bereits im 10. Jahrhundert, das Renaissanceschloss im 16. Jahrhundert und das Rokokoschloss im 18. Jahrhundert erbaut. Alle drei Schlösser thronen auf einem Felsen hoch über dem Saaletal und werden deshalb auch als Balkon Thüringens bezeichnet. So abwechslungsreich wie die Burgherren ihre Residenzen damals gestalteten, so unterschiedlich sind heute auch ihre Schlossgärten: Besucher flanieren durch einen Landschaftsgarten, einen Eschengang, ein barock gestaltetes Parterre, Rosenspaliere sowie Kräuter- und Obstgärten. Besonders beeindruckend ist der Blick über die am Felshang angelegten Weinberge, die heute wieder bewirtschaftet werden. Hier können Besucher den Winzern bei ihrer Arbeit zusehen – und anschließend ein Glas „Dornburger Schlossberg“ genießen.

Neuer Friedhof
Stadt Mühlhausen

Ein Ort der Ruhe und Artenvielfalt

Der Neue Friedhof in Mühlhausen vereint die Gartenkunst und Architektur des frühen 20. Jahrhunderts mit der Grabpflege. Wer das geometrische Netz aus Haupt- und Nebenwegen abläuft, entdeckt neben historischen Schöpfbrunnen nicht nur Gräber aus einer anderen Zeit, sondern auch seltene Pflanzenarten. Er wurde 1928 nach Entwürfen des städtischen Baurates K. Theodor Huß angelegt.

Stadtgärtner Peter Weiland weiß, warum sich ein Besuch des BUGA-Außenstandortes lohnt:

Was macht die Arbeit als Gärtner auf dem Neuen Friedhof Mühlhausen so besonders, Herr Weiland?
Weiland: Der Neue Friedhof ist eine historische Park- und Gartenanlage. Deshalb arbeiten wir eng mit dem !üringer Landesamt für Denkmalpfege und Archäologie zusammen – zum Beispiel, wenn wir aufgrund des Klimawandels neue, robustere Baumarten pfanzen müssen. Mit der Pfege des Friedhofs wahren wir ein Stück Geschichte für die nachfolgenden Generationen. Auch zur BUGA erleben die Besucher den Friedhof so, wie er schon seit 1928 zu Mühlhausen gehört.

Warum ist der Neue Friedhof in Mühlhausen einen Besuch wert?
Weiland: Fast 100 Jahre nach seiner Fertigstellung wachsen hier so viele verschiedene Pfanzen wie auf kaum einem anderen Friedhof. Jeden Weg säumt eine Baumart: Am Hauptweg wachsen Säuleneichen, an der Trauerhalle Schwarzkiefern und an anderer Stelle ausschließlich Gingkobäume. Es gibt sogar einen Urweltmammutbaum. Viele verbinden Friedhöfe ausschließlich mit Trauer – das ist schade. Der Neue Friedhof in Mühlhausen ist auch ein Ort der Artenvielfalt.

Gibt es ein 1 x 1 der Grabpflege?
Weiland: Bei der Grabpflege ist Feingefühl gefragt! Wir kümmern uns unter anderem um die Urnengemeinschaftsgräber. Angehörige legen dort oft kleine Figuren und andere Gegenstände ab. Wir achten auf die kleinen Details und versuchen, ihre Erinnerungsstücke mit unserem gärtnerischen Anspruch in Einklang zu bringen.

Und wo ist Ihr persönlicher Lieblingsort?
Weiland: Den Grüngürtel entlang der Friedhofsmauer mag ich besonders: Zwischen alten Bäumen wurden früher große Familiengräber mit schmuckvollen Grabsteinen aus Muschelkalk oder Travertin angelegt. Mein Büro ist nur wenige Meter vom Neuen Friedhof entfernt, ich kann ihn von meinem Fenster aus sehen. Bin ich nach einem Arbeitstag gestresst, kann ich hier im Grünen abschalten.

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Peter Weiland leitet die Stadtgärtnerei Mühlhausen
Guido Werner/TEAG

Peter Weiland leitet seit 2017 die Stadtgärtnerei in Mühlhausen.

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