KomSolar Stiftung Spende an Kommunen
Paul-Philipp Braun/TEAG

Mit Sonnenstrom Gutes tun

Die TEAG-Tochter KomSolar unterstützt mit der gleichnamigen KomSolar Stiftung Thüringer Kommunen. Sie nutzt die öffentlichen Gebäude in den Dörfern und Städten als Fläche für Photovoltaikanlagen und spendet den Gewinn des Stromverkaufs sowie ein Pachtentgelt an die Kommunen, die damit örtliche Vereine und Initiativen unterstützen. Ein Prinzip, das auch im Weimarer Land und dem Unstrut-Hainich-Kreis funktioniert.

Nein, schönes Wetter herrscht an diesem Tag nicht. Ein kalter Apriltag mit Schauern und dicken, grauen Wolken bestimmt stattdessen Großobringen. Für Bürgermeister Thomas Heß ist es dennoch ein Freudentag. Und er ist vor allem untrennbar mit der Sonne verbunden. Heute bekommt die Gemeinde das ausgezahlt, was sich über zwei Jahre ansammelte: ihre Sonnenstunden.

Schon 2017 hat die Gemeinde auf dem Feuerwehrgerätehaus, Wohnblocks und dem kommunalen Kindergarten Solaranlagen installiert.
Paul-Philipp Braun/TEAG

Oder besser: Die fast 4.000 Euro, welche diese in Form von Photovoltaik gebracht haben. Schon 2017 hat die Gemeinde auf dem Feuerwehrgerätehaus, Wohnblocks und dem kommunalen Kindergarten Solaranlagen installiert, zusammen mit der TEAG-Tochter KomSolar. Für Bürgermeister Thomas Heß ein gegenseitiger Gewinn: „Wir stellen die Flächen zur Verfügung, die KomSolar unterstützt uns bei der Erzeugung von solarer Energie.“ Die Energie wird wiederum ins Netz eingespeist, das Entgelt erhält die Kommune durch die eigens dafür gegründete KomSolar Stiftung.

„Die bisherigen Ausschüttungen haben wir vor allem für die im Ort ansässigen Vereine, Kita und Rentner genutzt“, sagt Heß, dessen Dorf zur Landgemeinde Am Ettersberg im Landkreis Weimarer Land gehört.

Zum damaligen Abschluss des Vertrages mit KomSolar war Großobringen noch eigenständig. Bereits damals ist vorausschauend vertraglich festgelegt worden, dass die Erlöse im Falle einer Veränderung der Gebietskörperschaft auch in Großobringen eingesetzt werden. Und so kam es, dass der Ort Großobringen seit 1. Januar 2019 zur Landgemeinde Am Ettersberg im nördlichen Weimarer Land gehört.

Insgesamt werden auf diesem Weg durch alle an dem Programm teilnehmenden Kommunen etwa 60.000 Euro pro Jahr erzielt. „Das Geld teilen wir dann auf die einzelnen Teilnehmer auf und die entscheiden dann, wofür sie die finanziellen Mittel einsetzen wollen“, erklärt Tobias Krauße, Vorsitzender der KomSolar Stiftung. In Großobringen soll mit der aktuellen Spendensumme aus den Jahren 2020 und 2021 sowie der zustehenden Verfügungsmittel eine 20 Meter lange Seilrutsche für den örtlichen Spielplatz entstehen. „Wir haben lange und intensiv überlegt, was wir mit dem Geld machen und wie wir es gezielt und nachhaltig einsetzen können“, berichtet Bürgermeister Heß.

Die Unterstützung des Spielplatzes eines wachsenden Dorfs sei da ein richtiger und wichtiger Ansatz. Auch, weil immer mehr junge Familien aufs Land ziehen. Insgesamt 206.558 Kilowattstunden hat der Ort mit seinen fünf öffentlichen Photovoltaikanlagen erzeugt.

Die TEAG-Tochter KomSolar unterstützt mit der gleichnamigen KomSolar Stiftung Thüringer Kommunen. Sie nutzt die öffentlichen Gebäude in den Dörfern und Städten als Fläche für Photovoltaikanlagen und spendet den Gewinn des Stromverkaufs sowie ein Pachtentg
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Neue Ausrüstung für die Jugendfeuerwehr in Tonna

Ähnlich viele Kilowattstunden waren es in Tonna Landkreis Gotha. Für Bürgermeister Heiko Krtschil eine Leistung, auf die er stolz ist. „Wir wohnen in einer schönen Gegend und das sieht offenbar auch die Sonne so“, lacht er. Umgerechnet ist die Leistung der Tonnaer Photovoltaikanlagen 3.844,90 Euro wert. Für Bürgermeister Krtschil eine Unterstützung, die die Gemeinde gut gebrauchen kann: „Mit dem Geld fördern wir unsere Vereine und Organisationen – vor allem geht es uns um Jugendarbeit. Die Ausschüttung erfolgt dort nach Bedarf.“ Aktuell sollen die Mittel unter anderem dafür verwendet werden, die örtliche Jugendfeuerwehr mit neuer Ausrüstung zu versehen. Aber auch das jährliche Heimatfest, das die Vereine des Dorfes gemeinsam ausrichten, soll etwas von dem Geld abbekommen.

„Neben den Spenden, über die die Gebietskörperschaften frei verfügen können, erhalten sie auch noch Pachterlöse, die durch die Bereitstellung der Flächen für die Photovoltaikanlagen entstehen“, erklärt Tobias Krauße das Prinzip. Seit dem Bestehen der KomSolar Stiftung konnten auf diese Weise schon mehr als 210.000 Euro an Thüringer Kommunen ausgeschüttet werden. So wurden in den vergangenen zwölf Jahren zahlreiche soziale Projekte und Einrichtungen durch die Thüringer Energie AG gefördert und unterstützt. „Und zugleich konnten wir etwas für die Umwelt und gegen den Klimawandel tun“, sagt Tobias Krauße und nennt das Thüringer Konzept zwischen KomSolar und Kommunen eine „win-win-Lösung“. Insgesamt 102 Solaranlagen im ganzen Freistaat sind an dieser Lösung beteiligt, Weitere sind bereits im Bau.

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